Alles ist anders!

   Alles ist anders mein lieber Billy,
   wir mussten uns trennen, wir wollten es nicht.
   Sie sagten es ist gut für Dich.

   Lieber Billy, ich weiss nicht ob es stimmt, was soll ich nur tun.
   Mein Kopf dröhnt, mir zittert die Stimme.
   Ich verstehe mich nicht.
   Ich sagte "Leb wohl kleiner Billy". Es tut mir so leid.
    Ich kann nicht bleiben, kann Dich nicht leiden sehn.
   Du schaust so traurig und kannst es nicht verstehen.

   Lieber Billy, Du schaust mich an, Deine Augen sagen mir
   lass mich nicht allein, lass mich bleiben bei dir.
   Tränen fliessen über mein Gesicht, oh lieber Gott
   lass ihn bleiben, nimm ihn nicht fort.
   Sie sagen, Du musst Dich entscheiden,
   es ist das Beste für Billy, lass ihn nicht leiden.

    Lieber Billy, ich spüre Deine Wärme, Dein kleines Herzchen
    ich drück Dich ganz fest, Du fühlst Dich geborgen.
    Was soll ich nur tun, ich will weiter für Dich sorgen.
    Ich will Dich vorm Tode retten,
    wollte Dich befreien von dem Schrecken
    doch Sie sagen, Du kannst Billy nicht retten.

    Lieber Billy, ohnmächtig höre ich die Worte und schaue Dich an,
    mein kleiner Billy, es schmerzt so sehr.
    Was soll ich nur tun, bald gibt es Dich nicht mehr.
    Die Minuten verinnen, verzeih mir mein Freund.
    Du bist mein Licht des Sonnenscheins,
    ich schliess Dich in mein Herz, du bist nicht allein.

    Lieber Billy, zwölf Jahre waren wir zusammen, nun bist Du gegangen.
    So lustig, so lieb und treu von der Krankheit gefangen.
    Nie hast Du geklagt hast immer nur geschaut,
    Warst in der Hoffnung hast an mich geglaubt.
    Ich hielt Dich fest, Dein kleiner Körper zitterte,
    Du sahst mich an, warst nicht verbittert.

    Lieber Billy, nun bist Du fort, an einem anderen Ort
    Bestimmt ohne Schmerzen ohne Leiden.
    Bald werden wir uns wieder vereinen.
    Hast mich immer treu begleitet
    In meinem Herz, danke ich dafür,
    Leb wohl kleiner Billy, in meinen Träumen bist Du immer noch hier.

    Dein Freund Jochen


    
  Hallo lieber Jochen,

    heute Nacht war es, es war kein Traum.
    Wir liefen wie immer zu dem grossen Baum
    Dort hab ich gewartet, Du glaubtest es kaum.
    Der alte Weg, er war uns bekannt,
    wie oft sind wir hier entlang gerannt,
    nur noch wenige Schritte, dann kehrten wir zurück,
    Ich wollte nicht fragen, doch Du spürtest meinen Blick,
    Du nahmst mich auf den Arm und hast mich ganz fest gedrückt.

    Es geht mir nicht gut, schon seit Tagen,
    wir müssen zum Arzt, brauchst mich nicht fragen,
    lass uns heute Abend gehen
    dann werden wir weitersehen.
    Aber vorher lass mich noch ein bisschen ruhn,
    denn hier kann mir niemand was tun.
    Bald ist es soweit, darf Dir nichts sagen,
    Du weinst ja schon Jochen, bitte nicht verzagen.

    Heute mittag kam Olli, ach hab ich mich gefreut,
    auch er drückte mich, auch ihm tat ich leid.
    Ich sagte sag Grüsse zu meiner Schwester,
    sei weiterhin lieb zu ihr, dass sie nicht heult.
    Leb wohl lieber Olli, aber sag nichts zu Jochen,
    er hat so viel Angst, schon seit Wochen.
    Er sorgt sich um mich und kann nichts tun,
    es ist wohl mein Alter, bald kann ich ruhn.

    Nun ist es Zeit, wir müssen nun gehen,
    ein letzter Blick in die Runde,
    wie gern würd ich dass hier alles wiedersehen.
    Auch Jochen spürt meinen traurigen Blick,
    ich geb ihm die Pfote, blick nicht zurück,
    schau auf die Hecken und Sträucher,
    auf den grossen Baum,
    nein es ist wahr, es ist kein Traum.

    Es ist wie ich dachte, mein Herzchen ist lahm,
    Sie sagten zu Jochen, wir wissen nicht,
    wie man es retten kann.
    Ach lieber Jochen nun weine nicht,
    denk an die schöne Zeit,
    mit mir kleiner Wicht.
    Denk an die vielen schönen Stunden,
    dann reisst es keine Wunden.

    Leb wohl lieber Jochen, vergesst mich nicht,
    lasst ein kleines Plätzchen in Eurem Herz,
    für mich kleinen Wicht.
    Halt stop, Drück mich ein letztes Mal
    ich hab Dich lieb, zwölf Jahre ist eine gute Zahl.
    Solange war ich bei Dir, mein lieber Jochen,
    jetzt hör ich auch Dein Herzchen pochen.
    Bitte geh jetzt, ich winke Dir zu,
    laut hör ich Dich schluchzen, bringt mich zur Ruh.

    Lasst es ein letztes Mal sagen, es ist kein Traum,
    jetzt sehe ich wieder den grossen Baum,
    mein lieber Jochen, ihr seid alle da,
    ich kann euch sehen, nun ist alles klar.
    Im Himmel bin ich, dort gibt es keine Träume,
    nur Hecken, Sträucher und grosse Bäume.
    Es war so schön die Zeit mit Dir,
    ich musste fort und Du bliebst hier.

    Dein Freund Billy

 

 Ich kann Dich nicht vergessen!  

  Die Zeit, sie rinnt dahin,
  ich kann Dich nicht vergessen,
  Du warst alles was ich einst besessen,
  in meinen Träumen bist Du immer noch hier,
  der Platz ist so leer neben mir.
  Komm zurück, mein lieber Billy,
  bitte bleib nicht solange fort,
  es ist alles so leer an diesem Ort.

  Ich hab Tränen in meinen Augen,
  meine Blicke verschleiern sich,
  denk ich doch immer nur an Dich.
  Wo bist Du hin mein Lieber Billy,
  gute Zeiten hatten wir,
  komm doch zurück,
  bitte bleib doch bei mir.

  All die schönen Stunden mit Dir,
  sie sind unvergessen,
  wir haben gerauft und gelacht,
  haben viel Blödsinn gemacht,
  du hast in unserem Bettchen geschlafen,
  hast dir Deine eigene Höhle gegraben,
  hast immer auf mich aufgepasst,
  sogar nachts hast Du über mich gewacht.

  Deine Liebe und Treue, sie war so stark
  was kann ich nur tun, meine Trauer ist arg,
  Tränen rinnen über mein Gesicht,
  während ich schreib dieses Gedicht.
  Ich kann es immer noch nicht fassen,
  dass ich Dich hab gehen lassen,
  In mein Herz schliess ich Dich fest ein,
  dann wirst Du immer bei mir sein.

  Nun ist es bereits sieben Wochen her,
  es ist so als ob es gestern wär,
  Ich erinnere mich, an den schweren Gang,
  ich es immer noch nicht fassen kann,
  fest hast Du dich an mich gedrückt,
  als wolltest Du sagen, sei nicht bedrückt,
  es wird alles wieder gut, glaub es mir,
  kann nichts passieren, du bist bei mir.

  Wie in Trance taste ich all die Stellen ab,
  an denen du schliefst, bei Tag oder Nacht,
  Doch der Platz neben mir ist leer,
  der Schmerz ist gross, es ist alles so schwer,
  Wir gern würd ich Dich jetzt streicheln,
  Dich drücken, liebhaben, ich bin am verzweifeln,
  keiner ist mehr da, der mich zum Lachen bringt,
  der mit mir gemeinsam die Zeit verbringt.

  Leb wohl lieber Billy, ich danke Dir,
  für die Zeit, die ich verbringen durfte mit Dir,
  Du wirst immer in meiner Erinnerung bleiben,
  nichts kann uns trennen, nichts kann uns scheiden.
  Du gingst fort und ich blieb hier,
  es tut mir so leid, Du armes Tier,
  Ich werd an Dich denken, bei Tag und bei Nacht,
  Danke, dass Du mich solange begleitet hast.

  Dein Freund Jochen

 

Für meinen treuen Hund und Freund Billy 
 
der mich am 02.02.04 für immer verlassen hat.

 

Jochen Heck
http://www.yorkieinfo.de

 

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