Hundegeschichten und Hundeschicksale

Der Traum von Shelly

Zwei Tage Hund

Laya war den anderen Hunden gefolgt, doch diese waren schneller als sie und in ihrer Unerfahrenheit war sie zurückgeblieben. Nun war sie allein, so schrecklich allein. Noch niemals in ihrem Leben war sie allein gewesen. Ihr Herr hatte sie heute zum ersten Mal mit den anderen Hunden mit genommen, sie aus ihrem langweiligen Stall befreit. Sie hatte immer gefühlt, dass die Welt vor dem Stall groß und weit war - doch so groß und so weit ...

In ihrem Übermut war sie den anderen Jagdhunden gefolgt, die ihr Leben ausmachten und mit ihr in jenem Stall lebten. Ihr Herr kam ja nur einmal am Tag um sie alle zu füttern und bei zehn Jagdhunden hatte er in den kurzen Momenten wenig Zeit, sich mit jedem Einzelnen zu befassen. Nun war weder er da, noch ihre Freunde. Zum ersten mal war sie allein, völlig allein und auf sich gestellt. Sie drückte sich verstört in den Schatten eines Busches und wartet, doch alles blieb wie es war. Durst meldete sich, sie wusste nicht wie sie ihn stillen konnte. Verwirrt wartete sie, lange Zeit.

 

Dann hörte sie das Geräusch eines Menschen und schreckte angstvoll zusammen. Sie kannte keine anderen Menschen, sie kannte nur ihren Herrn. Sie drückte sich noch tiefer auf den Boden in den Schatten und war völlig überfordert. Ihr Herz schlug hart. Erschrocken fuhr sie zusammen, als plötzlich zu allem Unglück auch noch zwei fremde riesige schwarze Hunde vor ihr standen und sie neugierig und überrascht begutachteten. Doch es wurde noch schlimmer. Ein Mensch, eine fremde Frau war plötzlich da und sah sie an. Laya begann wie Espenlaub zu zittern. Es war ihr als hätte ihre letzte Stunde geschlagen. Sie war gelähmt vor Angst, sie konnte sich neben ihrem Zittern nicht bewegen.

 

Die unbekannte Frau aber machte keinen bösen Eindruck auf sie, das spürte Laya nach kurzer Zeit. Auch die beiden riesigen fremden Hunde wirkten plötzlich nicht mehr bedrohlich, zumindest nicht so sehr. Die kleine junge Jagdhündin musterte ihre drei Gegenüber und fühlte einfach, dass ihr erster Schreck gar nicht so berechtigt war. Um zu verdeutlichen, dass sie das nun wahrnahm, begann ihre kleine weiße Schwanzspitze zarkhaft zu wedeln. Die fremde Frau hockte sich nun mit erstaunlicher Ruhe zu ihr und streckte ihre Hand aus, um ihr sanft den Kopf zu streicheln. Hände waren schmerzhaft, denn sie brachten Schläge und Schmerzen aber brachten auch das tägliche Futter - was diese Hände machten, war völlig neu aber schön. Sie fuhren volle Zärtlichkeit über ihren Kopf und erfüllten sie mit Wonne, die sich in ihren ganzen Körper verbreiteten. Zudem sprach die Frau in einer sanften fast singenden Stimme, die Laya so auch nicht kannte. Es war diese Stimme, die Zärtlichkeit und noch viel mehr die wunderbare Sicherheit, die diese Frau ausstrahlte, die Laya nun ganz erfüllte. Alles war neu, unbekannt - aber es war gut und richtig!

Als die Frau aufstand, zitterte Laya nicht mehr, als die Frau wegging, ebenso ruhig und sicher, erhob sich Laya fast zwanghaft, überwand ihre Angst und erhob sich auch. Die säuselnde Stimme lockte sie, sie fühlte, dass die Frau sie verstand und aufforderte, mit ihr zu kommen. Laya hatte in ihrer Angst nur zwei Möglichkeiten - zu bleiben und auf ihren Herrn oder die anderen Hunde zu warten - oder mit der Frau zu gehen. Sie war so jung und ihr Leben hatte nur der Stall ausgemacht. Die Welt aber war so groß und schrecklich. Laya entschied sich spontan. Dehmütig und fast mit dem Bauch den Boden berührend, folgte sie der Frau, ohne anders zu können. Etwas Wundervolles befand sich vor ihr. Die zwei schwarzen Hunde beschnupperten sie sanft, doch sie verstand nun, dass sie weder die Hunde noch die Frau fürchten musste. Es waren zwei Rüden und der eine sehr alt. Sie wurde freundlich in ihre Mitte aufgenommen und als die Frau sich wieder zu ihr hockte und sie erneut streichelte, war das wunderschön und absolut richtig. Nun folgte Laya entschieden der Frau, und diese lachte freundlich und lud sie ein, mitzukommen. Laya fühlte, dass die Frau verstand. Die Frau wusste all ihre Gefühle und wollte ihr gut.

 

Noch lange Jahre danach, als Laya eine ausgewachsener Jagdhündin war, überkam sie dieses Gefühl der Sicherheit und der Schönheit, etwas Unbewusstes, was sich in ihr erhalten hatte - der Traum von Shelly. Etwas Wunderbares war ihr passiert - und sie wollte es nicht verlieren.

 

Laya folgte der Frau immer bestimmter, so, als hätte das kleine schüchterne Hundemädchen eine Ahnung, was passieren würde. Als sie schließlich eine bedrohlich wirkende Asphaltstraße erreichten, hockte sich die Frau wieder hin, lud sie mit ihren wundervollen Händen ein zu ihr zu kommen - was Laya auch sofort tat - und nahm sie liebevoll auf den Arm. Kein harter Griff in den Nacken, den sie von ihrem Herrn kannte, nur wieder die weichen Hände die wussten was sie taten, und der Körper der Frau, der dann wieder Sicherheit und Ruhe auf die kleine Hündin ausstrahlte. So wurde Laya auf das wundervolle Haus zugetragen, was sie unmittelbar als dieses erkennen sollte. Sie wurde eine Treppe hochgetragen und dann an einen völlig fremden Ort zu Boden gesetzt, für den sie keine Beschreibung wusste. Die beiden schwarzen Hunde rochen wieder an ihr, doch sie fühlte, dass sie ihre Anwesenheit nicht unangenehm fanden. Hilflos folgte sie der Frau durch mehrere Räume bis zu einem Ort, wo es verführerisch nach Essen roch. Wie erstaunt leuchteten Layas große braune Augen, als sie einen großen Topf mit Wasser vorgesetzt bekam. Dankbar trank sie sofort und sah dabei der Frau zu, die etwas wunderbar duftendes mit den zärtlichen Händen vorbereitete. Dann endlich wusste Laya, dass sie im Paradies war. Sie war sich nun sehr sicher, denn wie auch den beiden großen Hunden, wurde ihr völlig überraschend ein Napf mit Hühnchenfleisch und Reis vorgesetzt, in einer zarten duftenden Soße, mit ein paar Tropfen Olivenöl verfeinert. Als Laya den ersten Bissen nahm, wusste sie einfach nicht, wie ihr geschah. Sie schlang, sie genoss, sie fass, sie aß, sie begann mit der kleinen Schwanzspitze zu wedeln und lebte, wie sie noch nie gelebt hatte. Und dann sagte die Frau plötzlich sanft und verführerisch: "Shelly!"

Laya wusste, das war der Name ihrer Träume: Shelly, so sanft und schön klang er aus dem Mund der Frau, wie auch die Hände waren. Der Traum hatte begonnen und er war wundervoll.

 

Wenn die Frau nun wegging, wurde ihr gefolgt. Es gab viele Zimmer und einen großen Balkon, wo sie die frische Luft fühlen konnte. Doch das war nicht wichtig - die Frau war wichtig - nie mehr wollte sie ohne sie sein.

Laya vergaß ihren Namen gerne und wurde Shelly. Die Frau hatte ein weiteres Zimmer mit vielen Kissen, wohin sich die zwei großen Rüden legten, während sie an einer fremdartigen Maschine mit vielen Ticktack-Geräuschen sehr ruhig und entspannt zu werken begann. Wie sollte Shelly auch Computer kennen? Was aber schön war, war eben die Möglichkeit sich nun entspannt auf den Boden auf eines dieser weichen Kissen zu legen und alles auf sich einwirken zu lassen. Die anderen Hunde begannen zu schlafen und schon bald wurde Shelly auch entspannt schläfrig. Jetzt wurde die kleine Hündin nicht beachtete - nein, es lag an ihr die Frau zärtlich zu beobachten. Sie nahm die fremden Gerüche um sich wohlig auf und entspannte sich mit jedem Atemzug mehr. Die Frau vermittelte ihr, dass alles richtig war.

 

Später kam ein fremder Mann in die Wohnstätte der Frau, doch Shelly kannte ihn schon an seinem Geruch - schließlich roch es hier nach der Frau, den Hunden und nach ihm. Zuerst erschrak sie sehr, doch dann beruhigte sie sich. Die Frau und die Hunde freuten sich -  also war auch er richtig und es war gut. Der Mann war freundlich und sie Frau und er redeten über sie. Shelly verstand das sofort. Sie setzte sich in die Nähe der Frau und schaute mit ihren großen brauen Augen zu ihr auf. Sie verstand sehr genau, dass die Frau ihr Schicksal war. Der Mann war kein Hundemensch, wenn auch sympathisch. Er verstand sie nicht, also übersetzte die Frau für ihn in ihrer stimmlichen Sprache, was es mit Shelly auf sich hatte. Auch die anderen beiden Hunde lauschten, auch für sie war die Frau die Mittlerin zwischen dem Mann und den Hunden. Die Frau strahlte weiterhin große Ruhe und Sicherheit aus, Shelly verstand das genau - und der Mann fügte sich - oder verstand. Er hockte sich zu der jungen Jagdhündin um sie anzulocken, doch ihm vertraute sie nicht. Vorsichtshalber versteckte sie sich hinter der Frau und lugte zu dem Fremden hin.

Die Frau rief sie mit den sanften Händen zu sich, legte ihr ein Halsband um und trug sie die Treppe herunter, alles war ganz selbstverständlich - sie gingen spazieren, doch mit den beiden großen Rüden fühlte sie sich die junge Hündin geschützt und sicher. Es war aufregend, neue Gerüche zu entdeckten, neue Eindrücke. Sie konnte sich entleeren und wurde deshalb sogar von der Frau gelobt - und gefallen wollte sie ihr sehr ...

 

Auch die Nacht brachte ganz wunderbare Eindrücke, zudem sie vorher noch ein weiteres Mal von dem überaus köstlichem Hühnchenfleisch hatte fressen können. Ihr Bauch war gefüllt und kugelrund, kein Hunger kniff in ihren Eingeweiden. Shelly bekam eine große weiche Decke auf dem Fußboden zugewiesen - ganz nah an den Atemgeräuschen der Frau. Keine Kälte, kein Regen, keine Katzen die aufreizend vor ihrem Stall auf und auf stolzierten, um sie herauszufordern - wohl wissend, dass sie hinter Gitter saß. Nein, Ruhe und Sicherheit, auch hier. Die großen schwarzen Rüden hatten jeder ihren Platz, ihr Platz war die wunderbare Decke in der geschützten Ecke, von wo sie alles genau unter Kontrolle behielt, bis ihre Augen zufielen und sie in einen tiefen erholsamen Schlaf fiel. Sie zuckte mit den Pfoten, sie lief im Traum, erlebte diesen wunderbaren eigenartigen Tag erneut - und schreckte hoch, nicht wissend, wo sie sich befand. Sie fiepte und lauschte. Sie hörte die Frau und die beiden Hunde entspannt atmen und entspannte sich auch. Sie war Shelly, das was geschehen war verstand sie nicht, doch es war gut - es war das Beste, was ihr je geschehen war.

 

Am Morgen erwachten die beiden Menschen und die beiden Hunde unterschiedlich. Der Mann ging früher weg, die Frau blieb mit den Hunden im Halbschlaf zurück, streckte sich, der alte Hund lag im Bett und streckte sich wohlig ebenfalls. Shelly streckte sich auch - wenn alle es taten ... Sie wartete was passieren würde, doch als die Frau wieder einschlief, entspannte sich auch die kleine Hündin. War auch alles fremd und unbekannt, es war richtig so.

 

Nachdem die Frau aufwachte, legte sie den Hunden ihr Halsband um und ging mit ihnen hinab. Sie gingen in einen eingezäunten Garten hinter dem Haus und Shelly lernte zwei weitere Hunde kennen, die sie ebenfalls freundlich aufnahmen. Nun ging es wieder spazieren und Shelly durfte ohne Leine laufen, ja die Frau forderte sie sogar auf, selber den Weg zu bestimmen. Doch Shelly wich keinen Meter von ihrer Seite und wenn es denn mal sein musste, war ihr der ruhige alte Hund das Leitbild. Und wie sicher sie sich fühlte, denn nun begnete sie anderen Hunden, doch hinter ihrem alten Freund konnte sie sich sicher verstecken und wurde richtig selbstbewusst. Alles hatte seine herrliche Ordnung. Drei Mal am Tage ging es hinaus in die endlose Weite des Draußen, von der Shelly nun völlig überwältigt war. Ein stinkender Gitterverhau, keine Einsamkeit, keine Schläge, weil sie wieder an der Holztür genagt hatte. Und das Hühnchenfleisch war so köstlich, dass es immer noch unfassbar war. Ihr magerer Körper war schon deutlich runder geworden. Am allerschönsten aber, waren die wonnigen Zärtlichkeiten, wenn die wissenden Hände über ihren Körper glitten, wenn sie liebkost wurde, wenn sie Wärme und Liebe spürte, ja dann wusste sie genau das es DAS war, wofür sie lebte.

So viel Liebe und Glück kehrte in Shellys Augen ein, bis zu dem Moment, als ihr alter Name wieder in ihr Leben trat: Laya.

 

Es war schon spät und Shelly hatte sich zusammen mit ihren zwei schwarzen Freunden auf dem Teppich vor der jungen Frau bequem gemacht, die alle Hunde kraulte und liebkoste, als es an der Tür schellte. Die junge Frau hatte in den letzten Stunden viel telefoniert. Die junge Hündin wusste nicht, dass ihr Leben eine andere Wendung nehmen sollte. Über ein spanisches Tierheim sollte sie schon bald nach Deutschland gelangen, wo sie zuerst einen Pflegeplatz und dann ein neues Zuhause bekommen sollte. Das alles blieb Shelly verborgen, dann aber nicht jener Name, der schon so weit weggeglitten war. Das Städtchen war ein Dorf und viele Menschen hatten Shelly an der Seite der jungen Frau mit ihren zwei schwarzen Hunden gesehen. Natürlich wollte diese auch keine Hundediebin werden und doch wollte sie der süßen kleinen Jagdhündin ein neues besseres Leben ermöglichen - ein Wunschtraum sollte es bleiebn ...

Ein Mann trat die Treppe herauf, die junge Frau wurde zum ersten mal unruhig, Shelly fühlte das. Sie kannte den Schritt, verkrampft blickte sie auf die Tür.

 

"Haben Sie einen Hund?", fragte eine vertraute Männerstimme. 

"Ich habe sogar zwei Hunde", sagte die junge Frau, doch Shelly verstand die Worte nicht, wohl aber ihren Klang. Sie spürte, dass etwas geschah, was die wundervolle Frau nicht wollte. 

"Ich meine, in Cardona sagen die Leute, Sie haben einen Hund gefunden ... ich habe einen Hund verloren!"

"Ach", sagte die Frau kämpferisch, "was für einen Hund haben Sie denn verloren?"

"Cazador - Jagdhund", sagte der Mann, da nickte die junge Frau traurig. "Ja, eine Jagdhündin ist mir nachgelaufen ..."

Der Mann, ungepflegt aber nicht alt, trat in die Wohnung, die beiden großen schwarzen Hunde bellten wütend und Shelly lugte vorsichtig hinter der Wohnzimmertür, hinter der sie gerade so friedlich und liebevoll gekrault worden war, auf den Mann.

"Laya!", rief der Mann erfreut aber dennoch mit harten bekannten Tonfall. Unbewusst zuckte Shelly zurück, ganz vorsichtig begann ihre Schwanzspitze zu wedeln, doch als der Mann auf sie zutreten wollte, versteckte sie sich schnell hinter der Frau und ließ sich nicht ergreifen. Da war er wieder jener andere Name, der doch gar nicht mehr wichtig war und den sie auch gar nicht mehr wollte. Die Frau bat den Mann in die Wohnung, doch dieser wollte nichts anderes als "seine Laya" packen und verschwinden. Laya war aber jetzt Shelly, jetzt noch, und verschwand voller Angst in der Wohnung.

"Herein!", befahl die junge Frau dem Mann, "ich möchte zumindest wissen, was geschehen ist und wo die Jagdhündin lebt ..."

Und so hörte die junge Frau die Geschichte von Laya und das sie doch eine taugliche Jagdhündin sei. Aus, dachte die junge Frau, sie wusste wie grausam und trostlos das Leben der Jagdhunde hier war.

"Ich möchte sie kaufen!", sagte sie, doch der Mann wollte sie als Jagdhund eintesten und nicht verkaufen. Shelly sah ihre beiden Menschen lange miteinander reden, verkroch sich hinter der Frau und wusste nicht, was jetzt geschah. Schließlich nahm die Frau sie zärtlich auf den Arm und drückte sie. Sie schmiegte sich so fest sie konnte an sie, seufzte und ließ doch den Mann nicht aus den Augen.

"Sie sieht gut aus", sagte dieser. "Wohnung, gutes Futter, ein Hundeparadies. Sie hat ja Urlaub gemacht - und ich habe mich so um sie gesorgt ..."

 

Irgendwann nahm er Shelly aus den Armen der Frau und Shelly musste wieder zu Laya werden. Aus der Traum von Shelly! Verzweifelt und hilflos starrte sie auf die Frau und winselte, als sie aus der Tür getragen wurde, hilflos fühlte sich auch die Frau.

 

Die kommende Nacht verbrachte Laya in ihrem zugigen Bretterverhau mit ihren Hundefreunden von einst. Nichts war mehr wie es wahr, sie fühlte sich leer und einsam.

Am nächsten Tag, es war gegen Mittag, fingen die Hunde wild an zu bellen und dann sah sie das wunderbare Gesicht der Frau, was sie lieben gelernt hatte. Es starrte betroffen in den Bretterverhau und rief jenen wunderbaren Namen. Zum letzten Mal in ihrem Leben war sie Shelly. Shelly schrie auf, als hing ihr Leben davon ab. Wie wild sprang sie in ihrem trostlosen Gefängnis auf und ab, doch ein Schloss hing vor dem einstigen Kaninchenstall und so konnte die junge Frau nicht einmal die Tür öffnen um sie zu streicheln. Shelly schrie noch lange nachdem die wundervolle Frau gegangen war. Dann wurde sie wieder zu Laya, die ihr Leben als Jagdhund leben musste, die in einem Stall hauste, der sie nicht einmal vor Regen schützte geschweige vor Hitze oder Kälte, ein Leben, das ihr zu jeder Hitze Junge bescheren würde, ein Leben ohne Höhepunkte und ohne Liebe.

 

Nur manchmal kam in Laya ein Gefühl der Sehnsucht auf, der Liebe und jener andere Name, der sie in den zwei glücklichsten Tagen ihres Lebens begleitet hatte: Shelly.

 

Ina Erwien

Damit Sie sich vorstellen können, wie die junge Jagdhündin ihr Leben verbringt ... 

Layas Zuhause

Die Hündin im Vordergrund ist ihre Mutter.

Die Baracke im Hintergrund, wovor ein weiterer Hund angekettet ist, nun, dort lebt sie ...