Unsere und seine Geschichte ...

Seit der Mittleren Steinzeit gilt der Hund als Begleiter des Menschen, seit mindestens 15.000 Jahren. In Oberkassel (bei Bonn/Deutschland) wurden am 18. Februar 1914 die Knochen eines Mannes, einer Frau und eines Hundes gefunden, die um 14.000 AD gelebt haben. Warum wurde ein Hund zusammen mit einer Frau und einem Mann beerdigt? 

Dieser Skelettfund stammt aus Ain Mallaha in Israel und ist etwa 12.000 Jahre alt. Er zeigt das Skelett einer Frau, die im Tode liebevoll nach ihrem Hund greift. Der Hund war ein fünf Monate alter Welpe..


 


Im Ardeche-Tal in der "la Grotta Chauvet" fand man Abdrücke von schäferhundähnlichen Hundepfoten, die mit vier Zehen ausgestattet waren. Diese Abdrücke sind auf 25.000 Jahre geschätzt worden! Bereits vor 25.000 Jahren unterschied sich das Trittsiegel des Hundes deutlich von dem des Wolfes.
In Amerika fand man 10.000 Jahre alte Überreste von primitiven Hundeschlitten.
Knochenfunde aus dem Irak ( Palegawra-Höhle) und werden 12.000 Jahre geschätzt.  

Weitere europäischen Hundeknochenfunde stammen aus dem Senchenberg-Moor und werden auf ca. 8.000 v. Chr. geschätzt. Was wird uns in der Zukunft noch für Überraschungen offenbart? Lange vor unserer Zeitrechnung begann also die wechselvolle Geschichte von Wolf, Hund und Mensch und erreichte bis heute eine Vielfalt der Beziehungen wie bei keinem anderen Haustier.

Ein Zitat von Eric Zimen:
Die erste geschichtlich nachgewiesene Begegnung zwischen Wolf und Frau lag lange Zeit in einem schier unentschlüsselbaren Wirrwarr von Linien verborgen. Auf einer kleinen Schieferplatte aus einer Steinzeitsiedlung am Ufer des Rheins fand man ein wildes Durcheinander von Einritzungen. Auf anderen sah man sofort den Kopf eines Pferdes, die Umrisse eines Rentieres, Frauengestalten auch ohne Kopf und Beine, aber mit viel Busen, Bauch und Po - wohl Fruchtbarkeitssymbole. All diese Zeichnungen in weichen Schiefer geritzt, widerspiegeln das Leben und das Wertgefüge der Menschen, die vor fünfzehntausend Jahren bei Gönnersdorf am Ufer des großen Flusses ihre Zelte aufschlugen. Es waren Jäger und Sammler. Haustiere gab es noch nicht und auch keine Kulturpflanzen, die man sähen und später ernten konnte. Man war vielmehr allein auf das angewiesen, was die Natur von sich aus an Überfluß produzierte.

Und das war nicht wenig, trotz Kälte und nahem Eis. Über die offene Tundra zogen große Renherden. Pferde und Vögel, Robben und Fische waren weitere reiche Nahrungsquellen. Beeren, Kräuter, Pilze ebenso. Im Permfrost der Böden ließen sich Nahrungsreserven lange lagern. So hatten die Menschen viel Zeit. Sie schmückten ihre Werkzeuge und ihre Waffen aus Stein, Und sie malten die Wände ihrer Wohnhöhlen mit herrlichen Bildern aus. In Gönnersdorf befestigten sie die Wege zwischen den Zelten und die Böden in den Zelten mit Schieferplatten. Fast alle davon waren voll mit eben jenen eingeritzten Zeichnungen, in denen man die Lebenswelt von damals so schön erkennen kann.

Nur einige Platten mit allzu verwirrenden Linien blieben lange Zeit ungedeutet. Bis man Linie für Linie nachzeichnete. Auf einer Platte kam ein Wolf zum Vorschein; ein weiteres Tier der damaligen Tundra. Also nichts besonderes. Bis man weitere Linien nachzog und drei Frauengestalten erkannte. Sie liegen quer über dem Wolf - oder er über ihnen. Wie man will. Man könnte diese Überlagerung von mehreren Bildern, von der realistischen Abbildung eines Wolfes und von Symbolfiguren der Fruchtbarkeit als zufällig abtun. Aber es gibt weitere Verknüpfungen von Frau und Wolf/Hund aus dem gleichen Gebiet aus einer etwas späteren Zeit. Im 14.000 Jahre alten Doppelgrab von Oberkassel bei Bonn fand man Skelettreste von einem älteren Mann und einer neben ihm begrabenen jüngeren Frau. Dem Mann waren Werkzeuge und Waffen als Grabbeigabe mitgegeben. Neben der Frau aber lagen nur die Reste von einem mittelgroßen Tier. Zuerst hat man das Tier als Wolf identifiziert, später aber anhand der Zähne als Hund erkannt. Der bislang älteste Hund der Geschichte und zugleich das erste Haustier des Menschen. (...)

Eric Zimen, Frau und Wolf, auf der Suche nach einer uralten Beziehung

 


Kein Tier hat sich den "Machenschaften" des Menschen so sehr angepasst, wie der Hund, der sich von seinen wölfischen Urverwandten ganz auf uns konzentriert hat. Viele Arten von Haustieren hat der Mensch in sein Leben gelassen, doch allein der Hund hat sich dem Mensch völlig angepasst. Je nach Verwendungszweck entstanden so Rasse, deren Vertreter sich sehr in Charakter und Aussehen unterscheiden. Bis heute gibt es an die 400 Hunderassen weltweit. Die verschiedenen Typen wurden früher für bestimmte Zwecke gezüchtet. Dabei kam es wohl weniger auf Äußerlichkeiten an, als auf praktische Eigenschaften, wie z.B. Stöberhunde, Vorstehhunde, Treibhunde oder Hof- und Hirtenhunde. Oft wurden Tiere verschiedener Typen gekreuzt, um einen neuen Wesenszug zu gewinnen. Eine gewisse Rassezucht wurde im Mittelalter auf den Adelshöfen an den Jagdhunden betrieben. 

In einem keltischen Doppelgrab in Wallertheim wurde die Glasfigur eines Hundes gefunden

Viele steinzeitliche Funde belegen die die Nähe de Hunde und des Menschen, über Jahrtausende hinweg. In der Bronzezeit begleitet uns der Hund auf Felsmalereien und Ritzungen. Vom aufgefunden "Torfspitz", ein kleiner, spitzähnlicher Hund, dessen Schädel zuerst in den Resten von Pfahlbauten an der Ostsee gefunden wurde, bis zu Kunst- oder Kultgegenständen  in der langsam aufdämmernden Neuzeit. 

 




Altbekannt sind die schützenden, wachenden und begleitenden Unterwelthunde.  Gut bekannt  ist auch der große schwarze Hund mit den feurigen Augen, der zu Mitternacht auf den Friedhöfen spukt. Eben eine noch neuere Form des Hundes, der die Pforten der Wirklichkeit in eine Unwirklichkeit überschreiten kann. 

Da ist der drei- (oder mehr) köpfige Cerberus der griechischen Mythologie, oder Garm, der die Menschen umkläfft, die in Helheim eingehen. Garm ist der Hund der Unterweltgöttin Hel, die Schwester des Fenrirwolfes. Hunde als Begleiter der Toten, die den Weg in die Unterwelt gehen und daraus wieder zurück zu den Lebenden gelangen. Eine ältere und ganzheitliche Form der Hel ist die Göttin Holda, unsere Frau Holle. In den Rauchnächten schickt sie ihren Hund zu uns. Er bringt uns Glück oder Unheil, eben so - wie wir ihn behandeln. Jagen wir ihn fort, bringt das Unheil. Sie jagt mit der Wilden Jagd und ihren Hunden.  

Der Hund wird zum Todesboten, zum Hellseher, zum Opfertier und zum Mondtier, zum Unterweltwächter, zum Begleiter der Hexen und Dämonen. Oft kommen die Spukgestalten der Nacht in Form von Hunden. Und doch ist und bleibt der Hund das Tier der alten Göttinnen, denn wir finden ihn vor allem an der Seite der Diana, der Holda und der Hel, der Artemis, der Hekate und der Nehalennia. So ist die Kombination Hund und Göttin eine sehr alte. 

Göttinnen und Hunde

Der Hund der Nehalennia

In Holland und auch in Deutschland werden Hunde, das Meer und die Vegetation mit dieser besonderen Göttin in Verbindung gebracht: Nehalennia. Ihr  wurde auf der batavischen Insel Wacheren (Scheldemündung, Holland) ein Tempel errichtet. Auch in deutschen Landen ist Nehalennia auf achtzehn Altären bildlich dargestellt, auf dem meisten mit einem Hund an ihrer Seite.

                 

Sämtliche Bilder zeigen die Göttin in einen weiten, mit einem großen Kragen versehenen Mantel gehüllt, der durch eine Spange oder Schnalle zusammengehalten wird. Ein Hund begleitet sie, sitzt wartend und aufmerksam neben ihr, ist ihr Begleiter und ihr Tier. Sie trägt einen Fruchtkorb, hauptsächlich Äpfel. Füllhörner, Bäume und Weinreben umgeben sie. 

Da sie auch oft mit Schiffen oder Rudern dargestellt ist, gilt sie als Schirmherrin der Schifffahrt und des Seehandels und des Meeres. Der verhüllende Mantel scheint auch auf eine Göttin der Unterwelt zu deuten, ebenso der Hund (indog. = neqos, germ.= nehal, die "Totenbergerin").

Hunde wurden früher oftmals mit dem Tode assoziiert bzw. als Begleiter oder Hüter der Unterwelt gesehen. 

Nehalennia aber wird auch mit dem Meer in Verbindung gebracht. Die Wortwurzeln nawe, navalis, deuten auf den Nachen der Schiffe, die Wurzel "haleni" auf die "Gewährende", Reichtum Spendende. Ihre Verehrung in Deutschland ist für den Rhein und die Nordseeküste bezeugt. In Deutschland fand der Schiffsumzug etwa zu Fastnacht statt. So erklären sich, römische und germanische Namen auf den Nehalenniasteinen und unsere traditionsgebundenen Karnevals - oder Fastnachtsumzüge. 

 

Holda, Frau Holle mit Hund

Holda oder auch im Volksmund "Frau Holle" ist eine alte ganzheitliche germanische Göttin, aus der Hel oder Hella hervorging (oder sind sie ein und dieselbe?!) und die nicht nur den "Unterweltaspekt" von Holda mitgenommen hat, sondern auch ihren Hund. 

Wie wir aus dem Märchen "Frau Holle" wissen, gerät die Goldmarie durch den Brunnen in Frau Holles Reich, und doch schneit es auf der Erde, wenn Frau Holle ihre Betten schüttelt. Frau Holle ist die Schutzpatronin der jungen Mädchen, die ihre Hilfe brauchen. Dieses Märchen lebt in Deutschland ganz stark in Nordhessen auf dem Hohen Meissner, der auch der Berg der Frau Holle genannt wird. 

In den Nächten zwischen Weihnachten und den Heiligen Drei Königen, auch Rauchnächte oder "den Zwölfen" genannt, jagt Frau Holle oder Holda mit ihren Hunden durch die Lüfte. Erblickt sie offenstehende Häuser, schickt sie eine Hündin hinein. Dieser Hund lässt sich nicht verjagen und tötet man ihn, bringt dies Unglück und Krankheit über das Haus und seine Bewohner. Am Tag wird er zu Stein, in der Nacht kehrt er wieder, ein Jahr lang. Diese Sage lebt besonders stark im Mecklenburg - Vorpommern, im Spessart, Hessen und Thüringen. Die "Zwölfen" waren die heiligen Tage der Frau Holle. In dieser Zeit durfte niemand Mehl mahlen, keine Räder sich drehen sondern es sollte gefeiert und sich entspannt werden. 

Frau Holle brachte auch die Neugeborenen (durch einen Brunnen) ans Tageslicht und führte die Verstorbenen zum Eingang des Totenreichs.

 

Hel, die Hüterin der Unterwelt - und mit ihr hütet Garm

Hel oder Hella ist die späte germanische/skandinavische Unterweltgöttin, die wölfischer Natur ist. Sie ist gleichen Ursprungs mit der ganzheitlichen Holda (freundliche germanische Göttin, die im Brauchtum auch Frau Holle genannt) und der Nehalennia. Ihr Bruder ist der Fenrirwolf, in ihrem Reiche wacht der blutbefleckte Höllenhund Gram (r), was Verschlinger bedeutet. Odin wird auf seinem Ritt zur Hel von ihm umkläfft. Menschen, die nicht in der Schlacht gefallen sind, fahren zur Hel, Garm empfängt sie. Das Haus der Hel bewacht Garm. 

In der nordischen Mythologie überschneiden sich Garm und der Fenrirwolf sehr oft. Hel wird zugleich als wunderschönes Mädchen als auch als alte hässliche Frau dargestellt. Ihre Geschichte jedoch ist viel älter, als die germanische Mythologie, die sie allein in die Unterwelt verdammt hat. Einstmals scheint sie eine ganzheitliche Göttin gewesen zu sein, die diese Aspekte im Zeitalter der germanischen Mythologie gegen den Unterweltaspekt einbüßen musste.

In der Prosa-Edda hat sie eine weiße und eine schwarze Gesichtshälfte. Ihr Reich ist Helheim, wohin die Toten "fahren", die nicht in der Schlacht gestorben sind. In vielen Orten und Städten gibt es noch immer den "Hellweg", der meist von Osten nach Westen verläuft. Ihr Name findet sich in Holland (niedriges Land oder Unterwelt), Helgoland wie in Halloween wieder, in Ortsnamen wie Altenhellefeld und Hellabrunn und in Wörtern wie "Hellseher". 

 
Diana, die Jägerin der Nacht

Diana oder auch Tana (etruskisch) ist eine mächtige Mondgöttin, eine mit ihren Hunden jagende Tochter der Nacht. Von Frauen wurde sie in Liebesdingen angerufen, die oftmals eine Hündin für sie ausführte. Ihre Kulte wurden zur Nacht in Heiligen Hainen gepflegt, nach heute wird in in einigen abgelegenen italienischen Dörfern am 15./17. August ihr Fest gefeiert, das auch zum Namenstag der Maria, der Mutter Gottes wurde. Auch sie steht derweilen auf einer Mondsichel. In Spanien wurde sie zur heiligen Pilar (an ihrem Namenstag beginnt die Jagd im Herbst in Katalonien), auch auf der Mondsichel stehend.

Im Laufe der Jahrhunderte hat sich Dianas Stellung profan heruntergespielt, in der Neuzeit wurde sie nur als halbbekleidete Frau mit Bogen gezeigt., im Mittelalter in Deutschland galt sie als der Inbegriff der Hexerei. 
Sie wurde auf der Mondsichel stehend dargestellt, an ihrer Seite ein Hund. Ihr Name wurde von "Die Leuchtende" "La Divina" abgeleitet. 

 
Hekate, Wanderin der Dunkelheit

Hekate wandert in mondlosen Nächten, umgeben mit ihren heiligen Hunden. Sie ist eine Tochter von Asteria. Sie gilt als Hexen- und Zaubergöttin und herrscht über die übernatürlichen Kräfte. Hekate wurden oft Reste des Abendmahles vor die Tür gestellt, die für sie und ihre Meute bereitgehalten wurde.

Hekate als Herrin alles Zauber-, Spuk- und Hexenwesens war im 5. Jahrhundert sehr populär. In erster Linie war sie eine Frauengöttin.

Sie gilt zugleich als hilfreich und unheimlich. Mit Fackel und Schlangen im Haar tritt sie als Herrin alles "nächtlichen Unwesens" auf, ebenso beherrscht sie die Zauberei und Giftmischerei. Sie jagt mit ihrem Gespensterschwarm durch die mondlose Nacht.
Dargestellt wird sie mit nach drei Richtungen blickenden Gesichtern.
Ihre heiligen Tiere sind die Hunde, die sie stets begleiten ...

 

Artemis

In der westlichen Kultur gilt Artemis als jungfräuliche Mond- und Jagdgöttin, die des Nachts mit ihren Hunden die Wälder durchstreift, bewaffnet mit Pfeil und Bogen. Diese Gestalt war aber nur eine ihrer vielschichtigen Erscheinungsformen. Sie wurde von Frauen in den Wehen angerufen. Ihre Feiern wurden in Vollmondnächten im Wald zelebriert. Ihre Tiere sind der Hund und der Bär. 



Alte Damen und ihre Hunde

Erinnyen

Bevor die griechischen Götter auf den Olymp einzogen, lebten dort drei unsterbliche schwarze Jungfrauen, die Schlangenhaar hatten und deren giftiges Blut aus ihren Augen tropfte. Sie waren in Grau gekleidet und durchstreiften die vorhellische Welt kläffend wie Hündinnen um die zu verfolgen, die gegen die urzeitlichen Gesetzte des Blutes verstoßen hatten. Die Griechen versicherten einander: Selbst die Hunde haben ihre Erinnyen.

Lyssa

Lyssa (Tollwut) ist eine griechische Unterweltgöttin, die mit ihren Hunden durch die Nacht jagt. Sie wird als Dämonin des Wahnsinns bezeichnet. Ihre Wurzeln vereinigen sie mit Hekate. 

Sedna

Sedna war einst ein wunderschönes Eskimomädchen, das sich auf die Lügen eines Meeresvogels verließ und diesen heiratete. Doch sie lebte so unglücklich mit ihm, dass ihr Vater Anguta seiner Tochter zur Hilfe kam. Er floh mit ihr über die aufgewühlte See und wurde von der Rache der Vögel verfolgt. Als sein Boot zu kentern drohte, stieß er seine Tochter ins Meer. Sedna jedoch versuchte mit den Fingern das Boot zu packen, doch er schnitt ihr diese ab. Mit ihren verstümmelten Armen klammerte sie sich nun an den Bootsrand, doch auch dieser wurden abgeschnitten. Er stieß ihr ein Ruder ins Auge und sie sank auf den Grund des Meeres um in einer anderen Dimension in Macht und Weisheit zu herrschen. Wie auch in der Mythologie der Germanen hängt Odin am "Windigen Baume" um Weisheit und Macht zu erlangen. Dafür opfert er ein Auge. 

Auf dem Meeresgrund wurde Sedna zur Herrin der Unterwelt, der Tiefe, die Herrscherin über Tod und Leben. Ihr Land wird Adlivun genannt.  An ihrer Seite lebte nun ein schrecklichenerregender Hund , der auch ihr Gatte war. Der Hund lebt vor ihrem Haus und bewacht den Eingang desselben. Er wacht über sie und rächte sich auch an ihrem Vater, dem er ebenfalls die Hände und Beine abfrisst. Der Vater lebte von nun ab auch in der Unterwelt des Meeres. Brachen die Menschen die Gesetzte der Sedna, bestrafte sie diese mit Krankheit, Hunger und Stürmen. Vermittler zwischen den Menschen und Sedna waren die Schamanen, die ehe sie zu ihr gelangen konnten, an ihrem Hund vorbei mussten.

Pele

Pele (ausgesprochen Peilei) ist die havaianische Vulkangöttin, die Herrin des Feuers und der Unterwelt. Sie wohnt in den Tiefen des Kilaueas und dem Mouna Loa. An ihrer Seite wacht ein großer Hund, den sie zur Oberfläche schickt, bevor es einen Vulkanausbruch gibt. Sie wird zugleich als ein ein wunderschönes Mädchen wie auch als eine schwarze alte Frau beschrieben. Pele ist aber auch die Göttin der inneren Glut der Leidenschaft, denn oft genug hat sie sich einen schönen jungen Mann erwählt, mit dem sie diese ausgelebt hat.

Zverine

Zverine (von zveris  - Wild) ist eine litauische Waldgöttin und Schutzgöttin der Waldtiere sowie die Göttin der Hunde. Morgens und abends brachte man der Zverine Geschenke dar, um sich ihres fruchtbarkeitsspendenden Segens zu versichern.

Der indische Gott Shiva wird der Herr der Hunde genannt. Seine Gattin Kali-Durgha heißt "Die mit dem Wolfsgesicht". 
In Babylon gehört der Hund zur Heilsgöttin Gula
Die Azteken hatten ihren Totenhund Xolotl als Seelengeleiter und der Hund war der Begleiter des Dionysos auf seinen nächtlichen Liebesabenteuern. Lamia wird als Hündin dargestellt. 
Apuet
führt die die Seelen der Verstorbenen durch die Unterwelt ins Reich der Osiris, wird durch den Schakal versinnbildlicht.
Romulus und Remus wurden von einer Wölfin gesäugt, überall in der Toskana findet man ihre Standbilder ...

In Hellas ist der Hund der Begleiter der Aphrodite. Dem Asklepios, der Heilgott aus Epidauros, waren Hunde und Schlangen heilig. Hundehüften und und Hundekopf hat die Tochter der Hekate, Skylla
Der Helm des Hades der griechischen Unterwelt, verhüllend und unsichtbar machend, zeigt auf antiken Darstellungen die Gestalt eines Hunde- oder Wolfkopfes. 
Die Kehren heißen: Hunde des Hardes.

So viele Mythen, Göttergeschichten und Sagen kreisen um den Hund, doch seine Stellung sollte sich wandeln, ebenso wie die der alten Göttinnen..

Vom Niedergang des Hundes

Der Hund hatte wie die alten Göttinnen zwei Gesichter: Er war der Begleiter derselben und ein geachtetes, verehrtes, heiliges Tier. In Griechenland wurde ihm sogar die Aufgabe als Heiler zuteil. In einem Tempel wurden die Leidenden in Schlaf versetzt und die Hunde leckten ihre Wunden. Hundespeichel galt als heilsam.

Cave canem! - Hüte dich vor dem Hund!, hieß es. In Pompeji findet man ihn noch an den Eingängen der verschütteten Häuser. Gemeint war der alte Unterwelthund, hüte dich ...

Der Hund, verdammt und geächtet

Verdammt und verachtet war im Mittelalter der Hundshautgerber/Abdecker. Der Abdecker galt als unrein, der Kontakt mit einem toten Hundekörper ließ einen ebenso unrein werden. 
Wer einen Hund fahrlässigerweise tötete, wurde für handwerksuntüchtig und unehrlich erklärt. Hundetötung hielt man für heidnisches Sakrileg. Unter christlich-kirchlichen Einflüssen verkehrte sich dieses Tabu ins Schmutzige, Verruchte.

Nach dem Glaubenswechsel wandelte sich die Position des Hundes fast völlig ins Negative. Der Hund wurde das Tier des Teufels. Der Teufel erschien als großer schwarzer Hund, die Hexe hatte einen schwarzen Hund. Doktor Faust begleitete ein schwarzer Pudel. 
An Hünengräbern und auf Friedhöfen spukte ein großer schwarzer Hund ... 
Wie viele Sagen gibt es, in denen von jenem großen schwarzen Hund geredet wird? Davon weiter unten ...

Das Wort HUND wurde zum Schimpfwort. 

Manche Verbrecher hing man noch im 16. Jahrhundert mit dem Kopf nach unten zwischen zwei Hunden auf, als Schärfung der Galgenstrafe. Selbstmörder wurden zur Schmähung in manchen Städten zwischen einem Hund und einer Katze aufgehangen. 
Eine Art der Bestrafung von Verbrechern wurde mit der Strafe des "Hundstragen" ausgeführt. Der Verbrecher musste einen Hund um die Kirche des Dorfes tragen.


Das Hundsschlagen

Verachtenswürdig galten die unzähligen Streuner in den deutschen Städten, die zu sogenannte Treibjagden auf die Hunde führten:

Das Hundsschlagen.

In z.B.. Nürnberg wurden Stadtknechte unterhalten, die diese Arbeit ausführten. Das Hundeschlagen wurde dort noch im 18. Jahrhundert belegt. Aus größeren Städten gibt es ab dem 15. Jh. Urkundenmaterial, das die Anstellung von Hundeschlägern nachweist.

In Hamburg durften nur an bestimmten Tagen die Hunde gejagt werden: montags, mittwochs und freitags, die alten heiligen Tage der Germanen - der Tag des Mondes, der Tag des Wotans und der Tag der Freia.

In Wien wurden im Jahre 1444 dokumentiert 866 Hunde eingefangen und getötet. 1674 musste der Hundeschläger in der Stadt Salzburg einmal pro Woche Jagd auf die Hunde machen.

Im Jahr 1752 ordnete die niederösterreichische Regierung das Einfangen der freilaufenden Hunde jeden Monat bei Vollmond an

 

Und dennoch: Hunde wurden im Mittelalter als geistersichtig angesehen. Man begegnete ihnen mit Abscheu und zugleich mit heiliger Scheu.

Mythologie und Folklore kennen Beispiele für die Gabe der Hunde, Geister wahrzunehmen und die Zukunft voraus zu sehen. In zahlreichen Spukberichten findet sich die Mitteilung, ein Hund habe offensichtlich auf etwas Unsichtbares reagiert. Schaute man zu Mitternacht zwischen die Ohren des Hundes, allerdings musste man dabei seine Hinterpfote anheben, konnte man ebenfalls die Geister sehen. Noch immer war er der Vermittler zwischen dem Unerklärlichen und der Wirklichkeit und noch immer befand er sich an der Seite der Menschen. 
Im Christentum wurde Rupert von Salzburg zum Schutzheiligen der Hunde.

Der Hund ließ sich nie bei aller Achtung und Verachtung von der Seite der Menschen drängen - und so ist es wohl noch heute.

                   

 Hunde, Höhlen, Unterwelts- & Höllenhunde, Mythen und Sagen
Garm (Wächter der Unterwelt der Germanen; Hund der Hel)
  • In der nordgermanischen Mythologie ist Garm der riesige Hund der Totengöttin Hel, der am Eingang zu Hels Reich (in der Grotte Gnipahellir) haust. Mit blutverschmierter Brust, bewacht er das Reich seiner Herrin. Odin wird von dem heulenden Hund lange umkreist, als er auf Sleipnir nach Helheim reitet (Edda, Balders Träume). In der Prosa-EDDA heißt es: Die Esche Yggdrasil ist der Bäume erster, (...) der Hunde Garm. 
    Im
    Wegtamslied/EDDA wird beschrieben, wie Garm das Haus der Hel umkläfft.

Managarm (der germanische Mondhund)

  • Managarm (Mangarm, nord. "Mondhund"). Er ist der erstgeborene Sohn der dänischen Totengöttin Angurboda, auch bekannt als Riesin Angrboda, die auch Mutter der Hel ist. Managarm wird manchmal auch als Fenrirwolf bezeichnet. Managarm ist ein Hund/Wolf, der mit seinen Brüdern die Toten nach Walhalla bringt. Er frisst am Fleisch der Verstorbenen und zur Endzeit wird er den Mond verschlingen.
Kerberos (Cerberus)  
  • Der vielköpfige Hund Kerberos ist der Torhüter in der Unterwelt in der griechischen Mythologie. Die Toten müssen vorbei an dem "Höllenhund" Kerberos vor ihre Richter treten. Er hat drei, fünfzig oder hundert Köpfe. In verschiedenen Varianten hat er einen Schlangenschwanz und auf dem Rücken ein oder mehrere Schlangenköpfe. Er ist Sohn des Typhon und der Echidna, also ein Bruder des Orthros (des Hundes des Geryones), der Hydra, der Chimaira und des Löwen von Nemea. Die Kommenden wedelt er an, lässt aber niemanden mehr heraus. Herakles musste ihn lebendig vor Eurystheus bringen und ihn wieder in die Unterwelt zurückführen. Aus dem Geifer, der dabei auf die Erde tropfte, erwuchs der giftige Eisenhut. Orpheus bezauberte Kerberos durch seinen Gesang.

 

Hermen, Wegbegleiter in der Nacht des Bergischen Landes

  • Im Bergischen Land kennt man einen besonderen Hund, Hermen, Hermestives oder Tives. Er ist ein hilfreicher Hundedämon, des des Mitternachts umgeht und mit seinen Augen denjenigen den Weg erleuchtete, die ihn um Hilfe anrufen. Sicher führt er denjenigen, der ihn um Hilfe bittet. Spottet man über ihm, hat man dagegen einen gefährlichen Feind. 

Argos, der Hund des Odysseus

  • In Homers Sage, kehrt Odysseus nach jahrelanger Abwesenheit in der Bekleidung eines Bettlers in seine Heimat zurück. Als Einziger erkennt ihn sein treuer Hund Argos, alt und vernachlässigt, kaum in der Lage sich zu bewegen. Leise wedelt er mit dem Schwanz beim Anblick seines Herrn um dann seine Augen für immer zu schließen.

Al-Rakim

  • Koran, Sure XVIII,10/18: Betrachtest du wohl die Bewohner der Höhle und Al-Rakim als unsere Wunderzeichen? ...  während ihr Hund seine Vorderpfoten auf der Schwelle ausstreckt.
    Nach einer Legende fanden sieben verfolgte Jünglingen in einer Höhle in der Nähe von Ephesus Zuflucht. Dort schliefen sie ca. 200 Jahre und wurden von dem Hund Al-Rakim bewacht. Diese Legende findet sich nicht nur im Koran, sondern hat griechischen Ursprung und geht auf die Christenverfolgungen während der Herrschaft des Kaisers Decius (249-251 A.D.) zurück. Gregorius Turonensis (538-594) schrieb die Legende in seinem Werk "De gloria martyrum" in Latein.

    In der Toskana kennt man eine ähnliche Geschichte. Der Geliebte der Göttin Diana - Endamone - wird durch eine Hexe mit einem Fluch belegt um muss 200 Jahre in einer Höhle schlafen. Diana besucht ihn Nacht für Nacht, oft in Form einer Hündin, und genießt seine Liebe so im Traum.

    Sie empfängt so viele Kinder wie Jahre Jahre vergehen von ihm. Hier heißt der Jüngling Endamone, in einer griechischen/türkischen Legende Endymion. Seine Höhle liegt auch in Ephesus, dem uralten Mirakel, und auch er wunde von Hunden bewacht.

Anubis, Totengott der ägyptischen Mythologie

  • Anubis ist der schakalköpfige Totengott aus der ägyptischen Mythologie, der die Seelen der Verstorbenen in die Unterwelt führte. Der ägyptischer Gott zeigt sich in Gestalt eines schwarzen Hundes. Seit der Frühzeit wurde er als Totengott verehrt, der vor allem für die Mumifizierung zuständig war und als Schutzherr der Gräber galt; er war auch beim Totengericht anwesend. Anubis führt die Seelen in den Gerichtssaal und wägt das Herz der Verstorbenen gegen die Feder der Maat als Symbol der Wahrheit ab.

Xolotl, Totenhund der Azteken

  • Xolotl war der rote Totenhund der Aztelen. Er war der Seelengeleiter der Toten. Sein Hauch brachte die Knochen der Toten zu neuem Leben. Der aztekische Totengott Miktlantekutli regierte das zehnte Tageszeichen "Tonalamatl", was Hund bedeutet. 

 
 

Der Hund im Islam

Allgemein ist bekannt, dass Hunde im Islam als unrein gelten. Der Hund gilt als minderes Tier, dem kein guter Stellenwert zusteht, wobei aber deutliche Unterschiede gemacht werden. Noch äger als den Hund hat es aber das Schwein getroffen, zwei alte heilige Tiere mit demselben mystischen Ursprung.

Hier wird wird die Stellung des Hundes in der jüngsten Weltreligion dargestellt:

 

Der Hund ist ein unreines Tier, aber es werden Unterschiede gemacht:

Auch in den islamischen Gebieten wurden immer schon Hunde geschätzt, wenn sie eine Aufgabe hatten und dem Menschen "dienten". Streunende und verwahrloste Hunde gelten definitiv als unrein. Deshalb sind sie "Freiwild", mit der Stellung von Ratten bei uns vergleichbar, deshalb findet man besonders in den islamischen Ländern soviel Leid unter den streunenden Hunden. Ebenfalls gilt der Hundespeichel als unrein.

 

Hierzu gibt es drei unterschiedliche Auffassungen - nämlich drei, er ist es nicht, er ist es dann und wann oder er ist es immer. Selbst die Gelehrten streiten sich wann ein Hund nun wirklich als unrein gibt.

Interessant:

Auch in den islamischen Gebieten wurde der Hund als Jagd- und Wachhund eingesetzt. Ein Jagdhund benetzt die Beute bei Erfolg mit Speichel, trotzdem gillt die Beute aber als rein und darf von Muslimen verspeist werden, obwohl Hundespeichel ja dagegensprechen müsste.

In den heutigen Ansichten der Gelehrten tendiert man zu der Aussage, daß “Diensthunde”, also die Hunde die für den Menschen arbeiten, nicht komplett unrein sind. Damit sind Jagdhunde, Rettungshunde und alle Hunde gemeint, die dem Menschen nützlich sind.

Es gibt aber eine einzige Ausnahme, wann ein Hund IMMER als unrein und BÖSE gilt, egal ob er Gutes tut oder nützlich dem Menschen dient:

Der Prophet wurde gefragt, was der Unterschied zwischen den verschiedenfarbigen Hunden ist? Seine Antwort:

Es gibt keinen Unterschied zwischen den verschiedenfarbigen Hunden, es gibt nur eine Ausnahme:

Komplett schwarze Hunde, und damit sind alle Hunde gemeint, die wirklich ausschließlich schwarz sind und kein Tüpfelchen einer anderen Farbe an sich haben, sind “böse”...In Räumen, in denen sich solche Tiere aufhalten, können Engel nicht herein!

 

Der Hund als Spukgestalt

Überall finden wir Legenden und Sagen, in denen Hunde in wölfischer Gestalt des Nachts als Spukgestalt helfend, warnend, oder schadend auftreten. Oft sind es schwarze Hunde mit glühenden Augen, die nahe von Friedhöfen, alten Gemäuern, Straßenkreuzungen und um Wegesrand auf bestimmte Menschen warten. Sie sind einfach da, wie aus dem Nichts und verschwinden auch wieder so. Je nach Region werden sie mit dem Teufel verbunden (Münsterland/Westfalen) oder erhalten wie in England ein eigenständiges durchaus respektvolles Sein, denn so wie man ihnen begegnet, so begegnen sie einem selbst.. 

Hier stellen sich Legenden, Erscheinungen aus alter und auch aus jüngerer Zeit vor. Fall Sie in Ihrem Heimatort von weiteren Hunden der Nacht wissen, Hunde die Schätze bewachen, schwarzen Hunden mit leuchtenden Augen, Legenden, Begebenheiten, schreiben Sie sie auf und schicken Sie sie an:

i.erwien@teleline.es

Und nun viel Spaß in der alten - aber längst nicht vergangenen - Zeit, als sich das Unerklärliche durchaus mit der Wirklichkeit verband. 

Der Hund als Spukgestalt

Der Hund in der Heilkunde

Trotz seines wandelbaren Standes in der Geschichte der Menschheit, die ja seinen Wandel ausgemacht hat, wurde dem Hund Heilkräfte zugesprochen, die zum einen interessant, zum anderen sehr makaber anmuten. Man könnte ihn als eine Apotheke auf vier Beinen ansehen:

Hundespeichel galt im alten Griechenland wie auch in Deutschland im Mittelalter als heilsam. Seine Zunge bringt Wunden und Geschwüren von Mensch und Tier Heilung, wenn er sie beleckt, dies versicherte zum Beispiel Hildegard von Bingen.

Hundehaut heilt Arthritis, 

Hundehaare sollen gegen den Biss tollwütiger Hunde wirken.

Hundeblut heilt andere kranke Tiere.

Aus Hundefleisch lässt sich eine Heilsalbe für Gelähmte herstellen: Säugenden Welpen werden gesotten bis sich das Fleisch von den Beinen löst, die Substanz wird erkaltet gestoßen und auf das Rückgrat und auf die lahmen Glieder geschmiert.

Hundekot und Hundeurin: Neben Urin ist der weiße Kot des Hundes von großer Wichtigkeit für verschiedene Rezepturen gegen Zahnweh, Asthma, gegen Halsgeschwüre, Fieber und Schwindsucht.

(Als Anmerkung hierzu: im Mittelalter wurde Hundekot und Urin auch zur Gerbung von Fellen genutzt.).

Fleisch, Lunge, Fett und Fell des Hundes galten als Heilmittel für Lungenkranke

Hundegalle hilft bei Epilepsie.

Fett wurde als Medikament gegen Frostbeulen, Quetschungen und andere Wunden eingesetzt.

Der Hund in (Aber)-Glauben aus alter Zeit

In Oldenburg glaubte man, sich die prophetischen Gaben des Hundes zu Nutze zu machen, indem man bei Mitternacht von hinten zwischen den Ohren oder den Vorderbeinen hindurch sah oder sich Hundetränen in die Augen strich.

Hundehaare unter die Schwelle des Hauses gelegt, verhindern das Eindringen von Krankheiten ins Haus.

Der Hund als Wetterprophet: frisst der Hund Gras, wird es regnen oder schlechtes Wetter stet bevor, frisst er Schnee oder wälzt sich darin, so steht Tauwetter bevor.

Zum Schutz vor tollwütigen Hunden trage man ein Riemchen des Heiligen  Hubert von Lüttich mit sich.


Der heulende Hund: Es wird jemand aus deiner Familie oder aus dem Freundeskreis sterben, wenn dein Hund auf den Hinterbeinen sitzt und heult. (Er spürt das Herannahen von Hekate, sagt man). Im Allgäu und Bayern bedeutete ein beim Heulen nach oben blickender Hund Feuer.
Wenn die Hunde des Nachts arg heulen, so brennt es bald irgendwo in der Nähe, besonders gern in dem Haus, vor dem sie am längsten heulen.
Heulen und Winseln wurde allgemein als negatives Vorzeichen gedeutet.

In der Zeit zwischen den Jahren, jage man keinem Hund davon, es bringt Unglück.


Es bringt Glück, wenn einem ein Hund auf der Straße folgt.

Der Wolf:

Noch heute sagen italienische Bauern »wenn ein Mann am Freitag bei Vollmond im Freien schläft, wird ihn entweder ein Werwolf angreifen, oder er wird sich selbst in einen Werwolf verwandeln«. 

Die Germanen glaubten: Setzt sich ein Mensch einen Wolfskopf auf, so wird er dadurch mutig im Kampf, ebenso wie durch Schuhe aus Wolfsfell oder das Essen eines Wolfsherzens.

Die letzte Garbe beim Abernten der Felder im Mittelalter im deutschen Raum, wie z.B. in Westfalen, bleibt für die Kornmutter oder dem Kornwolf oder Roggenwolf stehen. Auch als negativen Vegetationsdämon, der als zu starker Wind durch das Feld geht, kennt man den Wolf. 

Lesen Sie "Wolf und Mensch" von Dr. Erik Zimen.
Eine lange Geschichte zwischen Freundschaft und Feindschaft und 
Frau und Wolf, auf der Suche nach einer uralten Beziehung

Dieser Bericht des verstorbenen vielleicht größten Wolfexperten Deutschlands Dr. Erik Zimen befindet sich auf der sehr interessanten "Wolfs- und Hundehomepage von Johann Schäfer: http://www.johannschaefer.de

 

Hundeschimpfwörter

  • "Du Hund!"

  • "Sohn einer Hündin" - aus dem Arabischen

  • "Schweinehund" - europäisch

  • "Hunde mögen die Seele deiner Mutter fressen!" - süditalienischer Fluch

  • "Mehr Hunger haben wie der Hund eines Blinden" - aus dem Katalanischen

  • "Ein Hundeleben führen" - " La vida mas perra" - aus dem Spanischen

  • "Hüte dich vorm Hund" - antike römische Warnung

  • "Die Hunde des Krieges" Ausdruck für Söldner/Soldaten - aus dem Englischen

  • "Bitch" - englisch "Hündin" - Bezeichnung für Schlampe

  • schamlose Hündin - Bezeichnung für eine lasterhafte Frau

  • "Du verdammter Hund!"

  • Köter

  • Hundsfott

  • Sauköter

  • hundsmiserabel

  • alte Töle

  • Hundstage

  • hundemüde

  • hundsgemein

  • blöder Hund

  • pudelnass und pudelwohl

  • hundeelend

  • kaltschnäuzig

  • dreckiger Köter

  • feiger Hund

  • wie ein geprügelter Hund

und dann sagt man noch:

  • auf den Hund gekommen

  • da liegt der Hund begraben

  • vor die Hunde gehen

  • den Letzten beißen die Hunde

  • schlafende Hunde soll man nicht wecken

  • bei diesem Wetter, jagt man nicht einmal den Hund vor die Tür

  • des Pudels Kern

  • Hunde die bellen, beißen nicht

  • zwei wie Katz und Hund

  • ach du dicker Hund


 Mystische Links

HELS HUNDE  

 

DER HUND ALS SYMBOL  

SCHWARZE HUNDE ALS GESPENSTERERSCHEINUNGEN  

NEHALENNIA  -Firgunia, Hluodana, Tanfana, Nehalennia

 

HEL  

TIERSYMBOLE IN DER KELTISCHEN MYTHOLOGIE  

 

GARM - HÖLLENHUND DER GERMANEN  

GERMANISCHE GOTTHEITEN  

HÜNDINNEN IN MYTHEN  

LEXIKON der Esoterik und Mythologie -  HUND  

NEBELPFADE - BEFANA; PERCHT  

 

DAS STERNBILD DES GROSSEN HUNDES UND SEINE MYHTOLOGIE  

MYTHEN  - Römische Mythologie, Griechische Mythologie, Keltische Mythologie, Nordische Mythologie, Östliche Mythologie

ODYSSEUS, ARGOS und ein acht Jahre vermisster Schäferhund  

AKITA INU, MYTHOLOGIE UND JAPANISCHES BRAUCHTUM  


 

 

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