Erfahrungsberichte von Hunden und ihren Menschen

Hallo, hier ist meine Geschichte, die Geschichte einer nun glücklichen Hündin

Ich bin Fragolina, eine sanfte, sehr liebe Hündin und habe ca. 1 ½ Jahre in Santa Mariedda, einem Viertel in Olbia, gelebt. Ich hatte dort kein Zuhause, der Himmel war mein Dach und die Erde war mein Bett und ich ernährte mich aus Abfalleimern, in denen ich immer etwas zu Essen fand. Ich folgte jeder Person, die mir nur anscheinend etwas Zuneigung zeigte, aber ich fand niemanden.

Eines Tages wurde mein Spaziergang durch einen gewaltigen Schmerz beendet, jemand hatte aus nächster Nähe auf mich geschossen. Ich konnte den Grund nicht verstehen, denn ich habe nie jemanden gestört und war in dem Viertel auch gut akzeptiert. Man hatte mich in einer Sonderaktion sogar sterilisiert und ich konnte nicht verstehen, warum man mir so viel Leid zufügt.

Trotz meiner verheerenden Verletzung ist es mir gelungen, meinem Killer zu entkommen und in ein Gebüsch zu flüchten. Zwei barmherzige Hände haben mich aufgehoben  und nachts gegen 22.00 Uhr in einem Auto in eine Tierklinik gebracht. Der dort erstellte Befund war hart, Amputation der verletzten Gliedmaße.

Ich konnte das Ausmaß dessen, was auf mich zukam nicht verstehen und ich hatte große Schmerzen. Ich spürte einen Einstich und glitt von einer sanften Müdigkeit in einen tiefen Schlaf. Als ich wieder erwachte war ich so durcheinander, dass man meine Seelenqual an meinen Augen ablesen konnte.  Ich habe 20 Tage in der Tierklinik verbracht.

Ich hörte dann den Tierarzt mit zwei Frauen sprechen, die jeden Abend kamen, um mich zu besuchen, sie flüsterten mir etwas zu und brachten schöne Sachen zum Essen mit, aber ich vertraute ihnen nicht ganz, ich vertraute niemandem mehr.  Diese zwei Frauen jedoch versuchten mit ihrer Zuneigung das Eis zum Schmelzen zu bringen und den Schutzwall zu überwinden, den ich mir zugelegt hatte. Ich hörte sie von einem Rifugium (Tierheim) sprechen und ich dachte: wer weiß, was das für mich bedeutet.

Am Tage meiner Entlassung brachten sie mich an einen Ort, an dem viele Hunde waren und ich fühlte mich verloren. Die beiden Frauchen waren dort wann immer sie konnten bei mir und sagten: sei unbesorgt, Fragolina, wir versprechen dir, dass du ein Zuhause für dich findest und glücklich wirst.

 

Eines Tages kam eine deutsche Frau zu uns ins Tierheim und meine beiden Frauchen, die ich nun gut kannte und ihnen auch vertraute, sprachen mit ihr über mich. Sie baten sie, für mich ein Zuhause zu suchen.

Nach einigen Wochen setzten sie mich wieder in ein Auto und ich fragte mich, wo es wohl dieses Mal hingeht. Sie brachten mich zum Flughafen, ich sah eine neue Umgebung, Flugzeuge und fragte mich, ob nun für mich ein neues Leben beginnt.

Heute, liebe Freunde kann ich euch von meinem Leben erzählen, ein Leben, das jeder Hund gern hätte, liebe Freunde, ich bin GLÜCKLICH.

Das verdanke ich meinem neuen Frauchen, das mich jeden Morgen mit Streicheleinheiten weckt, das mich auf große Spaziergänge mitnimmt zusammen mit meinem Gefährten.

 

Eure Cara (Fragolina)